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Im Alsterverlag Hamburg ist 2009 in 2.Aufl das Buch von Jörgen Bruhn „Blicke hinter den Horizont. Nahtodeserlebnisse: Deutung- Bedeutung“ erschienen ( 208 S. 19.90 €). Das Buch ist aus zahlreichen Vorträgen, Seminaren und Unterrichtsstunden ( Ev. Religion u. Philosophie) über NDE erwachsen. Dabei schildert der Verfasser NDE als Indiz dafür, dass es eine „begründete Hoffnung“ (S.10) über den Tod hinaus gibt, denn verifizierbare Details bei OBE und Lebensrückschau sprechen für den Wahrheitsgehalt der NDE. Das Zentrum des Buches bilden zahlreiche Berichte von Bildungsveranstaltungen, bei denen die tröstliche Botschaft der NDE vermittelt wurde und Betroffene von ihren persönlichen Erfahrungen erzählten. Leider sind diese z.T. sehr eindrucksvollen persönlichen Berichte nicht so exakt dokumentiert, dass sie der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stehen können.
J. Bruhn kämpft gleichsam an zwei Fronten: Er kritisiert materialistisches Denken, das den Geist als Produkt der Materie abwertet und sich gegenläufigen grenzwissenschaftlichen Forschungsergebnissen verschließt. Zugleich wendet er sich gegen ein theologisches Denken, das mit der Ganztodtheorie bedenkliche Konzessionen an den materialistischen Mainstream unserer Zeit macht, zugleich aber unbeirrt an überlieferten dogmatischen Positionen festhält. J. Bruhn selbst bekennt sich zu einem undogmatischen Christentum, das sich an großen Vertretern der liberalen Theologie wie Schleiermacher und v. Harnack orientiert. Der Verfasser erhebt nicht den Anspruch, neue Forschungsergebnisse vorzulegen , sondern hat ein eindrucksvolles, allgemeinverständliches Buch geschrieben, das sich an die breite Öffentlichkeit wendet und dem man nur weite Verbreitung wünschen kann. Es hat seine Stärke dort, wo es vor dem Leser einen „reichen Schatz der Mitteilungen“ (S. 20) bei persönlichen Begegnungen ausbreitet und wertvolle pädagogische Hinweise gibt. Wo der Verfasser andere Forschungsbereiche einbezieht und sich z.B. auf die etwas gewagten Theorien des Naturwissenschaftlers M.H. Niemz ( „Lucy mit Licht“ ) beruft, wird ihm nicht jeder Fachkundige folgen wollen.
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