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nahtoderfahrung e.V.

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German Friends of the International Association for Near-Death Studies (IANDS) - gegr. 2004

Besprechung von Dr. Wennemar Schweer, Rheda-Wiedenbrück

Im Alsterverlag Hamburg ist 2009 in 2.Aufl das Buch von Jörgen Bruhn „Blicke hinter den Horizont. Nahtodeserlebnisse: Deutung- Bedeutung“ erschienen ( 208 S. 19.90 €). Das Buch ist aus zahlreichen Vorträgen, Seminaren und Unterrichtsstunden ( Ev. Religion u. Philosophie) über NDE erwachsen. Dabei schildert der Verfasser NDE als Indiz dafür, dass es eine „begründete Hoffnung“ (S.10) über den Tod hinaus gibt, denn verifizierbare Details bei OBE und Lebensrückschau sprechen für den Wahrheitsgehalt der NDE. Das Zentrum des Buches bilden zahlreiche Berichte von Bildungsveranstaltungen, bei denen die tröstliche Botschaft der NDE vermittelt wurde und Betroffene von ihren persönlichen Erfahrungen erzählten. Leider sind diese z.T. sehr eindrucksvollen persönlichen Berichte nicht so exakt dokumentiert, dass sie der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stehen können.

J. Bruhn kämpft gleichsam an zwei Fronten: Er kritisiert materialistisches Denken, das den Geist als Produkt der Materie abwertet und sich gegenläufigen grenzwissenschaftlichen Forschungsergebnissen verschließt. Zugleich wendet er sich gegen ein theologisches Denken, das mit der Ganztodtheorie bedenkliche Konzessionen an den materialistischen Mainstream unserer Zeit macht, zugleich aber unbeirrt an überlieferten dogmatischen Positionen festhält. J. Bruhn selbst bekennt sich zu einem undogmatischen Christentum, das sich an großen Vertretern der liberalen Theologie wie Schleiermacher und v. Harnack orientiert.  Der Verfasser erhebt nicht den Anspruch, neue Forschungsergebnisse vorzulegen , sondern hat ein eindrucksvolles, allgemeinverständliches Buch geschrieben, das sich an die breite Öffentlichkeit wendet und dem man nur weite Verbreitung wünschen kann. Es hat seine Stärke dort, wo es vor dem Leser einen „reichen Schatz der Mitteilungen“ (S. 20) bei persönlichen Begegnungen  ausbreitet und wertvolle pädagogische Hinweise gibt. Wo der Verfasser andere Forschungsbereiche einbezieht und sich z.B. auf die etwas gewagten Theorien des Naturwissenschaftlers M.H. Niemz ( „Lucy mit Licht“ ) beruft, wird ihm nicht jeder Fachkundige folgen wollen. 

Besprechung von Alois Serwaty, Emmerich

Das Buch des Theologen, Philosophen und Pädagogen Jörgen Bruhn „Blicke hinter den Horizont - Nahtodeserlebnisse: Deutung-Bedeutung“ erweist sich sehr schnell als ein ungewöhnliches Buch zu der Thematik außergewöhnlicher Erfahrungen, in dessen Mittelpunkt die sogenannten „Nahtoderfahrungen“ stehen.

Es ist kein wissenschaftliches Buch, sondern ein Sachbuch, das in gut verständlicher Sprache das Phänomen der Nahtoderfahrungen beschreibt und die vielfältigen natur- und geisteswissenschaftlichen Aspekte auf dem Stand der heutigen Forschung in differenzierter Weise diskutiert. Dabei nimmt der Autor durchaus engagiert für eine transzendente Interpretation dieser Erfahrungen Stellung, dennoch wirkt es nicht dogmatisch, sondern lässt dem Leser Raum für eigene Deutungen. Damit hebt es sich wohltuend ab von der Flut vereinfachender Interpretationen, wie wir sie in den Esoterik-Abteilungen der Buchhandlungen vorfinden. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: es räumt aus meiner Sicht den pseudophysikalischen Erklärungsversuchen des Heidelberger Physikers und Medizintechnikers M. Niemz (u.a. in „Lucy mit c“) ein wenig zu viel Raum ein.

Die Außergewöhnlichkeit des Buches liegt jedoch noch woanders: Es schöpft in reichem Maße sowohl aus den langjährigen pädagogischen Erfahrungen und ebenso aus der persönlichen Auseinandersetzung und Vortrags- und Unterrichtstätigkeit des Verfassers mit und zu dieser Thematik, seitdem es die „moderne“ Nahtodforschung gibt.

Wer im pädagogischen Bereich sich des Themas Nahtoderfahrungen annimmt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Aber auch für jeden anderen ist es ein Gewinn. Eine weite Verbreitung in der interessierten Öffentlichkeit ist dem Buch zu wünschen.

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