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NDE-Studiengruppe (IANDS-München)
Leiter der Gruppe: Priv.-Doz- Dr. Dr. habil. Thomas A. Angerpointner Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Kinderchirurgie Ambulantes OP-Zentrum, Zenettistr. 48, 80337 München Tel.: 089/7 21 26 11, FAX 089/7 46 96 58 Neue e-mail: angerpointner@t-online.de und info@kinderchirurgie-angerpointner.de neue Webseite: www.kinderchirurgie-angerpointner.de
NDEs (Nahtodeserfahrungen oder Near Death Experiences) sind veränderte Bewusstseinszustände, die vor allem in kritischen Situationen, in denen sich die betroffenen Menschen dem Tode nah glauben – seltener spontan – auftreten. Sie sind gekennzeichnet durch eine Reihe von charakteristischen Einzelelementen und in der Mehrzahl sehr positiv geprägt. Etwa 15 % dieser Erlebnisse haben einen negativen Charakter. Sind die NDEs seit langer Zeit (schon im Altertum) bekannt, so war es Dr. Raymond M o o d y, der 1975 dieses Thema systematisch aufgegriffen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Inzwischen existiert, vor allem in den USA, ein gewaltiges Schrifttum zum Thema NDE mit zig-tausend veröffentlichten Fallberichten, aber auch zur Systematik der NDEs und wissenschaftlichen, philosophischen und theologischen Implikationen.
Umfragen in den USA haben ergeben, dass ca. 5 % der Bevölkerung bereits ein oder sogar mehrere NDEs gehabt haben. Für Deutschland heißt das, dass ca. 4 Millionen Menschen Erfahrungen mit NDEs haben – eine gewaltige Zahl. Für den Großraum München (2 Millionen Einwohner) würde das eine Anzahl von ca. 100.000 Menschen bedeuten. Es ist damit zu rechnen, dass diese Zahl mit den verbesserten Reanimations- und intensivtherapeutischen medizinischen Techniken noch weiter zunimmt. Dessen ungeachtet ist jedoch das Phänomen der NDEs (bis auf einzelne Berichte in den Medien) noch relativ unbekannt. Insbesondere auf medizinischem/psychologischem/theologischem Gebiet herrscht ein enormes Informations-Defizit, also gerade bei den Gruppen, die in ihrem Beruf tagtäglich mit diesem Phänomen zu tun haben und bei denen ein fundiertes Wissen über das NDE-Phänomen bestehen müsste.
Bereits 1980 hat sich in USA eine Non-Profit Organisation zur Erforschung, Beratung und Wissensverbreitung des NDE-Phänomens konstituiert, der inzwischen über 1.500 Mitglieder weltweit angehören. Es ist dies die "International Association für Near Death Studies, Inc. (IANDS)", PO Box 502, East Windsor Hill, CT 06028/USA, web-site: www.Iands.org; e-mail: office@iands.org.
Im Januar 2001 hat der Verfasser anlässlich eines Vortrages von M. Schröter-Kunhardt (IANDS-Sektion Deutschland) eine NDE-Studien-Gruppe (IANDS-München) gegründet, der inzwischen ca. 80 Personen (Stand September 2004) angehören, von denen ca. 25 % selbst ein NDE (sog. Experiencer) gehabt haben. Die Arbeitsgruppe hat sich zwei Ziele gesetzt:
1) Unterstützung der Menschen, die ein NDE gehabt haben und die Rat und Hilfe suchen, ggf. mit Vermittlung an kompetente Stellen (Erfahrungsaustausch).
2) Information für Interessierte, die das NDE-Phänomen näher kennen lernen wollen, Bekanntmachung der NDEs in der Bevölkerung und Vertiefung des Wissens über NDEs.
Die Arbeitsgruppe ist politisch und weltanschaulich neutral.
Wir treffen uns einmal pro Vierteljahr in der Praxis des IANDS-Gruppen-Leiters, wobei ein Treffen ca. 2 Stunden dauert. Die Abende unterteilen sich in zwei Abschnitte: 1) Besprechung von allgemeinen NDE-Aspekten, neuen Studien und Untersuchungen und Aktivitäten anderer IANDS-Gruppen. 2) Besprechung einzelner NDEs, wobei dies sehr ausführlich geschieht und sich evtl. sogar über 2 bis 3 Abende hinziehen kann, denn jedes NDE ist individuell anders und es ist sowohl für Experiencer als auch Interessierte nicht sinnvoll, hierbei unter Zeitdruck vorzugehen. Wahlweise werden auch aktuelle Filme zum Thema NDE gezeigt und besprochen.
Unsere Arbeitsgruppe hält engen Kontakt mit der Dachorganisation IANDS, anderen IANDS-Gruppen und ist seit Beginn am NTE-Netzwerk e.V. beteiligt.
Interessierte, ob sie selbst ein NDE gehabt haben oder nicht, können sich in unsere Adressliste aufnehmen lassen und erhalten dann die Protokolle unserer Treffen, in denen auch die nächsten Termine und Themen angekündigt sind.
PD Dr. Dr. Th. A. Angerpointner
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